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Michelles Mit-Praktikantin Franzi findet das vergessene Handy einer Kundin. Keiner außer ihr hat etwas gemerkt.

Sie überlegt nicht lange:

Das schicke neue Ding ist echt zu cool.

Sie steckt es in ihre Handtasche und nimmt es nach Arbeitsschluss mit nach Hause.

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Nach der Arbeit gehen Michelle und Franzi noch zusammen ins Café. Franzi erzählt von dem Handy.

Michelle rät ihr, das Handy zurückzugeben.

Sie hofft, dass Franzi dann keinen Ärger bekommt.

 

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Da war Michelle wohl etwas zu optimistisch gewesen.

Chefin Rita reagiert hart. Franzi ist ihren Praktikumsplatz los.

Warum wirft Rita Franzi gleich raus? Sie hat doch das Handy zurückgegeben!

Die Erklärung dafür ist einfach:

Vertrauen und Ehrlichkeit sind grundlegende Dinge für jede Zusammenarbeit von Menschen. Wenn jemand - so wie Franzi - den Eindruck erweckt, dass seine Einstellung zur Ehrlichkeit auf wackeligen Füßen steht, kann man ihm oder ihr nicht mehr wirklich vertrauen. Er oder sie könnte ja beim nächsten Mal wieder schwach werden, und dann den gestohlenen Gegenstand behalten.

Aus diesem Grund wird sich so ziemlich jeder Betrieb von Mitarbeitern trennen, die sich solche Dummheiten erlauben wie Franzi.

 

Auf der Internetseite http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/kuendigung/content_03_05_01.html#04 findet sich folgender Eintrag zum Thema:

    Diebstahl, Unterschlagungen

    Diebstahl und Unterschlagungen sind Straftaten. Straftaten gegenüber dem Arbeitgeber rechtfertigen regelmäßig nicht nur eine ordentliche Kündigung, sondern auch eine außerordentliche Kündigung. Wie wertvoll der gestohlene oder unterschlagene Gegenstand war, spielt für die Beurteilung im Allgemeinen keine Rolle. Da Straftaten regelmäßig das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erschüttern, ist eine einschlägige Abmahnung nicht erforderlich.

Damit ist also nicht zu spaßen. Wer klaut, fliegt raus, und zwar auch fristlos, d.h. sofort (“außerordentliche Kündigung”).

So mache ich es richtig!

Wen du im Betrieb etwas findest, das dir nicht gehört, gibt es nur eine richtige Handlungsweise:

Du gibst den gefundenen Gegenstand umgehend bei deinem Chef oder dem für dich zuständigen Mitarbeiter ab!

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Wie wenig mit Diebstählen im Beruf zu spaßen ist, beweist auch ein Artikel der RUHRNACHRICHTEN vom 05. März 2009.

Hier wurden zwei Mitarbeiter einer Bäckerei gefeuert, weil sie sich unerlaubter Weise ihre Brötchen mit einer Creme schmierten, die zum Verkauf bestimmt war. Wert er Creme: wenige Cent.

Trotzdem entschied das Gericht im Sinne der o.a. Grundsätze des deutschen Rechts: Die fristlose Kündigung der beiden wurde für rechtmäßig erklärt.

Ähnlich erging es vor nicht allzu langer Zeit einer Berliner Supermarkt-Kassiererin, die Pfandbons im Wert von ca. 1,30 € unterschlagen hatte.

Gefrühstückt - gekündigt 300

Nachlesen kannst du die Fälle hier:

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/nrw/art1544,500443

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/job-weg-wegen-pfandbons-article379711.html

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